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2003
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Scharf,
schräg und schrill: Die Tiger Lillies singen vom Tod, von Schuld
und Sühne. Urgewaltig und lebensklug beschwören sie den Geist
von Tom Waits herauf, versetzen das Publikum in ein Kabarett der 30er
Jahre. Ob der Sänger und Songwriter Martyn Jacques die Texte seiner
Songs und Balladen eher seinen guten Beziehungen zur Hölle oder zum
Himmel verdankt, sei dahingestellt. Es gelingt ihm jedenfalls, Gänsehaut
beim Publikum zu erzeugen, wenn er sich mit hohem Falsett auf die Reise
durch eine längst versunken geglaubte Varieté-Nacht begibt.
Vorwärtsgetrieben wird er von Tönen seines Akkordeons, begleitet
von seinen luziferischen Kumpanen Adrian Stout am Baß und Adrian
Huge an den Überresten eines Schlagzeugs. Die Londoner Band bringt
den “Spirit of Punk” zusammen mit der Leidenschaft des Chansons,
mixt bayerische Volksmusik und englische Music Hall Songs und ist vor
allem eins: Kult!
„Die Tiger-Lillies singen das alte Lied von der Achterbahn des Lebens.
Aber wie: Fröhlich, schweinisch und mit rabenschwarzem Humor. Was
unbefangen munter klingt, ist oft bitterbös gemeint. Die absurden,
obszönen Texte haben es in sich - zum Glück(?) ist nicht immer
alles zu verstehen.“ (Hamburger Morgenpost) "They look like
a Captain Bird's Eye nightmare: a childrens' magician, a street corner
drugs dealer and a deranged pirate who have got together to play sea shanties
with sick lyrics. Quite insane but quite amusing." (The Scotsman)
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