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Kabarett
2000
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Um ein Haar
wäre er Leistungssportler geworden. Doch sein größter sportlicher Triumph
blieb die Niederlage gegen Boris Becker bei den Schülermeisterschaften
1976. So entschied sich Thomas Reis doch für einen ordentlichen
Beruf und wurde Kabarettist. Aus dem liebenswerten Schwein namens Thomas wird im aktuellen
Programm von Thomas Reis der Metzger Reis, ein fröhlich verzweifelter
Medienmacher, der von den interessierten Anrufen seiner Mutter genervt
wird. Zuhause im Ego-Land, zählt er sich zur Generation kurz vor X, die
früher das Reichsein blöd fand und lieber Häuser besetzte, Latzhosen batikte
und Parteien gründete. Eine Generation, "die nie eine Theorie aufgegeben
hätte, bloß weil sie falsch war". Witzig, spritzig, selbstironisch beschreibt Reis die
Metamorphose dieser Generation zwischen 30 und 40: die hehren Ideal über
Bord, statt dessen der Job in der Werbung oder beim Privatfernsehen und
ab und zu die wehmütige Erinnerung an die wilde Jugend... "Aus dem Stoff, aus dem seine Satire ist, schneidern andere
fünf Programme." (Süddeutsche Zeitung), "Eine bizarre Mischung aus Kafka,
Heine und Gene Kelly" (DIE ZEIT).
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